Heimatmuseum Oberstdorf

Geschichte, Brauchtum, Handwerk, Kunst, Sport und Leben im Bergdorf Oberstdorf

  

 
87561 Oberstdorf, Oststr. 13 * Telefon: (08322) 5470 / 2226 / 2218 * Kontaktformular
 
Unsere englischen Seiten  Unsere französischen Seiten  Unsere italienischen Seiten  Unsere spanischen Seiten  
 
 
 

Eugen Thomma feiert seinen 85er

Am Sonntag, den 24. Juli, feierte unser langjähriger Museumspfleger und heutiges Ehrenmitglied Eugen Thomma seinen 85. Geburtstag. Eine kleine Abordung des Museums, bestehend aus Albert Vogler, Alfons Thannheimer, Karl Schädler, Hans Althaus und Alex Rößle besuchte ihn am Karatsbichel und überreichten als Dank für seinen jahrzehntelangen Einsatz im Museum einen Geschenkkorb. Eugen Thomma war nicht nur für viele Jahrzehnte als Museumspfleger die treibende Kraft in unserer Vorstandschaft, sondern er engagiert sich auch heute noch in anderen Bereichen. 

160724 abordnung des museums

Seine Liebe zur Heimat weckte eine Lehrerin der Oberstdorfer Volksschule. Bedingt durch die Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit blieb ihm der Besuch einer weiterführenden Schule versagt. Sein unglaubliches Wissen eignete er sich als Autodidakt an, wobei er schon in frühen Jahren als Hirtenbub begann Informationen zu sammeln. Dabei war ihm ein zuverlässiges Gedächtnis hilfreich, das ihm Jahre später den Ehrentitel „wandelnde Lexikon von Oberstdorf" einbrachte. 

Von 1975 bis 2007 war Eugen Thomma in der Vorstandschaft des Heimatmuseums aktiv. Als Museumspfleger bestimmte er maßgeblich die Geschicke des Museums. So sorgte er u.a. dafür, dass Schritt um Schritt immer mehr Räume des Hauses der Ausstellungsfläche angegliedert wurden. Nachdem im Keller der Sonderausstellungsraum geschaffen wurde, gestaltete er meist in Eigenregie jährlich eine neue Sonderausstellung. In seiner Zeit verzehnfachte sich die Besucherzahl.

Als 1995 die 500-Jahr-Feier unseres Ortes anstand, brachte er sich mit seinem umfangreichen historischen Wissen über die Oberstdorfer Geschichte ein. Als in diesem Jahr das Theaterstück „Gerstrubar Huimat" von Josef Rees wieder einmal aufgeführt werden sollte, dichtete den verlorengegangenen letzten Aufzug neu. Er blieb dabei und verfasste in den kommenden Jahren noch eine ganze Reihe weiterer origineller Mundartstücke für die Theatergruppe des Trachtenvereins. 

Dass er sich auch beim "Wörterbuch Oberstdorfer Mundart" und beim fünften Band der Oberstdorfer Geschichte mit einbrachte, bleibt nur nebenbei zu erwähnen. 
Auch heute noch suchen wir in diffizilen Fragen den Rat unseres Ehrenitglieds. Für Rätsel der Vergangenheit Oberstdorfs gibt es bei uns einfach keinen bessern Fachmann.

 

s'Nuischte

Falls ihr aktuell über das Museum informiert werden wollt, kann ich einen "nuimodischen" Weg anbieten. Auf neudeutsch nennt man das "Newsletter"!
Euer "Webmaschtr" Alex Rößle
PS: Am Ende jeden Newsletters findet Ihr einen Link, mit dem Ihr euch wieder abmelden könnt!

 

- Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen -